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| Innenausbau => Heizungsanlage
Heizungstechnik bzw. Gebäudeheizung |
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Die verschiedenen Arten der Heizung
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Gebäudeheizung aus Wikipedia
®, der freien Enzyklopädie:
| Eine Gebäudeheizung
ist eine Vorrichtung zur Erwärmung von Gebäuden
in ihrer Gesamtheit oder einzelnen Räumen. |
| Allgemeines: |
| Unter Heizung subsumiert man
* Zentralheizung, Elektroheizung, Etagenheizung, Fahrzeugheizung,
Fernheizung, Gasheizung, Holzheizung, Kohleheizung,
Nachtspeicherheizung, Ölheizung, Pelletheizung
und Wärmepumpenheizung,
* Anlagenkomponenten, zum Beispiel Heizkessel, Heizflächen
und Heizkörper sowie
* Gruppen von Anlagenkomponenten (zum Beispiel "alles
das was sich im Heizungskeller befindet").
Eine Zentralheizung (Sammelheizung) hat eine zentrale
Heizstelle und versorgt über ein Trägermedium
("Wärmeträger") einen oder mehrere
Räume oder Gebäude mit der erzeugten Wärme.
* Wasser ("Warmwasserheizung")
* Dampf ("Dampfheizung" - vorwiegend zur Beheizung
großer Hallen)
* Luft ("Warmluftheizung")
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| Energiequellen / Brennstoffe: |
| Als Brennstoffe verwendet man (nach Aggregatzustand):
* flüssige Brennstoffe: Heizöl, Pflanzenöle
oder Biodiesel
* gasförmige Brennstoffe: Erdgas, Flüssiggas
oder Biomethan
* feste Brennstoffe Kohle, Holz (Scheitholz oder Holzpellets)
oder andere biogene Festbrennstoffe (Stroh, weitere
Halmgutartige Biomasse, Getreide)
Daneben unterscheidet man fossile Brennstoffe (= Fossile
Energie) und Brennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen
(= Biomasse).
Strom wird nicht als 'Brennstoff' bezeichnet, weil
er in einer Elektroheizung nicht verbrannt wird. Die
Elektroheizung stellt Elektrowärme zwecks Beheizung
eines Gebäudes her. Eine bekannte Art der Elektroheizung
ist die Nachspeicherheizung.
Erst nach dem zweiten Weltkrieg verbreiteten sich Zentralheizungen
- zusammen mit der Umstellung der Beheizung von Festbrennstoffe
auf Öl und Gas - in westlichen Industrieländern;
zuvor waren sie ein Luxus und die dezentrale und selektive
bzw. temporäre Beheizung von Räumen während
der Heizperiode war verbreitet.
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| Fernwärme: |
| Wird die Wärme zentral
in einem Heizkraftwerk erzeugt oder die Prozessabwärme
von Industrieanlagen genutzt und über Leitungsnetze
an mehrere räumlich entfernte Wärmeabnehmer
verteilt, so spricht man, je nach räumlicher
Größe des Wärmeverbundes, von einer
Nahwärme- beziehungsweise Fernwärmeversorgung.
Derartige Wärmeverbundnetze finden bei der
Wärmeversorgung von Stadtteilen und/oder in
Industrieanlagen Verwendung. Zur Wärmeerzeugung
werden bisher überwiegend Erdöl, Erdgas,
Kohle, Müll und in Einzelfällen auch Kernenergie
eingesetzt. Vor allem bei kleineren Wärmenetzen
verwendet man heute zunehmend Wärme aus Hackschnitzelheizwerken
oder Abwärme aus Blockheizkraftwerken (zum
Beispiel Verstromung von Biogas). |
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Elektrischer Strom:
Elektrischer Strom als Energiequelle in Elektroheizungen
wird oft für den kurzzeitigen Bedarf in Heizlüftern
eingesetzt. Als Heizung von Wohnungen sind zum
Teil Nachtstrom-Speicher-Heizungen im Gebrauch,
die die Energie des kostengünstigeren Stromes
zum so genannten Niedertarif (umgangssprachlich
Nachttarif) zu bestimmten Zeiten - üblicherweise
nachts und nachmittags - zur Aufheizung eines
wärmeisolierten Speichers nutzen und durch
Konvektion und zusätzlich bei Bedarf zu jeder
Tageszeit über ein zusätzliches Gebläse
abgeben. Auch ölgefüllte, lüfterlose
Radiatoren mit eingebautem Heizstab und Temperaturregler
kommen für die Raumheizung zum Einsatz.
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Erdwärme:
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| Zur Gebäudeheizung mit Erdwärme
wird durch Wärmepumpen das unter der Erdoberfläche
vorhandene stabile Temperaturniveau genutzt, um
das temperaturübertragende Medium im Heizkreislauf
aufzuwärmen. Für ein Einfamilienhaus sind
ein bis zwei oberflächennahe Bohrungen notwendig.
Entscheidend für die Effizienz der Erdwärmenutzung
ist die Nutzung von Niedertemperaturbeheizung wie
z. B. der Fußbodenheizung. Ein Vorteil der
Erdwärmeheizung ist, dass diese Anlagen im
Sommer teilweise auch zur Gebäudekühlung
eingesetzt werden können.
Nur in einigen Regionen ist die Nutzung der Erdwärme
in geothermalen Warmwasserheizungen möglich,
in denen die Erhitzung des Heizwassers auf Verbrauchstemperatur
(bis > 40 °C) direkt über Erdwärme
geschieht.
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| Bivalente Heizungen: |
| Heizanlagen, die mehrere Wärmequellen
nutzen, werden als polyvalente Heizung bezeichnet
(bivalent = zwei; trivalent = drei). Beispiele:
* Allesbrenner (klassischer Holz/Koks-Kessel)
sind polyvalent
* kombinierte Solar/Brenner-Heizungen (Solarthermie
und Öl/Holz/Gas etc.), Scheitholz-Kombianlagen
(Holzvergaser mit Pelletsmodul), und andere.
Anlagen für mehr als zwei Energieformen
gibt es auch in der Kraftwerkstechnik.
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Blockheizkraftwerk:
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| Die für die Beheizung eines Gebäudes
benötigte Wärmeenergie kann auch in einem
Blockheizkraftwerk erzeugt werden. Dieses erzeugt
neben Wärme auch Strom: ein Verbrennungsmotor
treibt einen Generator; die Abwärme des Systems
wird zum Heizen verwendet. |
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| Einzelheizung: |
| Eine einfache Form der Raumheizung
ist die der Einzelheizung oder der Einzelofen. Kleine
Einzelheizungen (z.B. Heizlüfter) heizen nur
ihre direkte Umgebung; die meisten Einzelheizungen
beheizen den ganzen Raum, in dem sie stehen. Beispiele:
* geschlossener Ofen
o Kaminofen (auch Cheminéeofen oder Schwedenofen
genannt)
o Kachelofen, Grundofen,
o Dauerbrandofen mit angeschlossenem Öltank,
* elektrisch betriebene Widerstandsheizung (z.
B. Heizlüfter, Heizstrahler oder Elektrospeicher-Heizung)
Infrarotstrahler erzeugen Infrarot-C-Strahlung.
Dieser erwärmen nicht die Luft, sondern die
Flächen, auf die sie treffen.
Offene Kamine heizen nur bedingt: sie haben einen
schlechten Wirkungsgrad (je nach Bauart um 10
%, d.h. 90 % der freigesetzten Wärme entweichen
durch den Schornstein) und verbrauchen bei ihrem
Betrieb viel Sauerstoff, der dann in Form von
Außenluft ersetzt werden muss.
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| Zentralheizung: |
| Eine Zentralheizung (Sammelheizung)
hat eine zentrale Heizstelle und versorgt über
Wasser (flüssig oder dampfförmig) als
Trägermedium einen oder mehrere Räume
oder Gebäude. |
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| Warmwasserheizung: |
| Eine Warmwasserheizung (z.B. in der
Ausführung als Einrohrheizung) besteht aus
einem zentralen Wärmeerzeuger, der das Wärmeübertragermedium
Wasser erwärmt und mit Hilfe einer Umwälzpumpe
oder aber durch den Dichteunterschied des unterschiedlich
warmen Wassers (Schwerkraftheizung) durch Rohrleitungen
zu den Heizkörperoberflächen fördert
(Vorlauf). Diese geben durch Wärmestrahlung
als auch durch Kontakt mit der Raumluft an diese
die Wärme ab. Durch die Konvektion der Luft
wird so der gesamte Raum beheizt. Anschließend
fließt das abgekühlte Wasser über
die Rücklaufleitungen zurück zum Wärmeerzeuger.
Zur Druckhaltung im System wird in aktuellen
Heizungsanlagen meist ein Membranausdehnungsgefäß
genutzt, das auch Druckschwankungen infolge Erwärmung/Abkühlung
und Leckagen in bestimmten Grenzen ausgleicht.
In älteren Heizungsanlagen findet man aber
auch offene Reservoirs am höchsten Punkt
der Heizungsanlage. Zum Befüllen des Heizungssystems
wird i.d.R. Leitungswasser genutzt, das über
eine Füllarmatur in den Heizkreis eingespeist
wird. Die Verbindung Trinkwassernetz/Heizung darf
dabei nur temporär zum Befüllen hergestellt
werden, um Rückspeisung von Wasser aus dem
Heizungs-Rohrnetz bei Druckabfall im Trinkwassernetz
zu verhindern. Im Leitungsnetz befindliche Luft
muss über Entlüfter an den einzelnen
Heizkörpern und bei größeren Anlagen
an Luftabscheidern (selbsttätiger Entlüfter)
aus dem Wasserkreislauf entfernt werden, damit
alle Heizkörper vollflächig mit Heißwasser
versorgt werden können und es nicht zu Geräuschbelästigungen
und Bauteilkorrosion kommt.
Die Warmwasserheizung arbeitet mit Wassertemperaturen
zwischen 30 °C (Niedertemperaturheizsystem)
und 90 °C. Das Wasser wird durch Rohrsysteme
in Heizkörper (Heizleiste, Radiator), Fußbodenheizung
oder Wandheizung gepumpt und gibt dort Wärme
ab.
Durch Auslegung der Heizflächen und des
Rohrnetzes mit niedriger Rücklauftemperatur
(unter 50 °C bei Gas bzw. unter 40 °C
bei Heizöl) kann ganzjährig die Energie
aus dem Wasserdampf des Rauchgases genutzt werden.
Für den optimalen Betrieb einer Warmwasserheizung
ist ein hydraulischer Abgleich erforderlich. Hierzu
wird im Vorfeld eine Rohrnetzberechnung durchgeführt.
Obwohl der hydraulische Abgleich in der (VOB)
Teil C und in der Energieeinsparverordnung gefordert
ist, wird er in der Praxis von Heizungsmonteuren
nur selten ausgeführt und auch von der Bauleitung
selten überprüft.[3]
In Heizungsanlagen mit mehreren Verbraucherkreisen
wird eine hydraulische Weiche oder ein Zortströmverteiler
(Kombination aus Verteilung und Hydraulischer
Weiche) eingesetzt, um Heizkreis und Verbraucherkreise
hydraulisch zu entkoppeln
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| Dampfheizung: |
| Bei der Heißwasserheizung und
der Dampfheizung wird das Wasser auf über 100
°C erwärmt. Der erzeugte Wasserdampf wird
durch Rohrleitungen transportiert und kondensiert
in den Heizkörpern unter Wärmeabgabe.
Dann fließt das Kondensat zum Heizkessel zurück.
Die bei der Kondensation frei werdende latente Wärme
bewirkt eine sehr große freigesetzte Heizleistung. |
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| Warmluftheizung: |
| Die Warmluftheizung verwendet die
Raumluft als Wärmeträger. Dabei wird die
in einem Heizautomaten erzeugte Warmluft über
Luftkanäle in die Räume geleitet.
Auch als Warmluftheizung angelegt, jedoch im
Detail anders aufgebaut, ist die Hypokausten-Luftheizung.
Sie wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. erfunden und
ist heute in Ausgrabungsstätten zu sehen.
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Literatur:
* Alfred Faber: Entwicklungsstufen der häuslichen Heizung.
Oldenbourg 1957
* Recknagel-Sprenger-Schramek, Taschenbuch für Heizung
+ Klimatechnik (erscheint jährlich)
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