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| Bauelemente Markisen: |
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| Markise aus Wikipedia ®,
der freien Enzyklopädie: |
| Eine Markise ist eine an einem Objekt befestigte Gestellkonstruktion
mit Bespannung, die unter anderem als Sonnen-, Wärme-,
Blend- und Objektschutz dient. Sie kann auch, je nach Art und
Ausrüstung als Sicht- und Regenschutz dienen. Markisen
fallen in den Zuständigkeitsbereich des Rollladen-, Jalousie-
und Sonnenschutzgewerbes. |
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Arten der Markise:
Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen 3 Markisenarten.
Der Roll-Markise, bei welcher das Tuch auf eine Tuchwelle
eingerollt werden kann, der Falt-Markise, die zwar beweglich
ist, aber keine Tuchwelle besitzt und der Fest-Markise, die
in ihrer Form nicht veränderbar ist
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Fallarmmarkisen:
Die Fallarmmarkise ist eine einfache Roll-Markisen-Konstruktion
und wird oft als Verschattung und Sichtschutz vor Fenstern
angebracht. Die Tücher sind in vielen Fällen nicht
ganz lichtdicht, so dass sie zwar als Blendschutz dient, aber
dennoch Licht in den Raum lässt. Das Tuch befindet sich
auf einer Tuchwelle und wird durch zwei oder mehr Arme, die
am unteren Ende des Ausfallprofils befestigt sind, zum Ausfall
gebracht. Durch Druckfedern in oder an den Armen wird die
benötigte Zugkraft aufgebracht. Je nach Länge und
Anbringungshöhe der Fallarme kann der Schwenkbereich
zwischen 90 und 140 Grad liegen. Bei Schwenkbereichen über
140 bis 180 Grad werden die Ziehkräfte, die nötig
sind, um die gestreckten Arme wieder zu beugen, extrem hoch.
Die Bespannung (das Markisentuch) könnte dadurch Schaden
nehmen, weil die Nähte bei so großen Neigungswinkeln
sehr stark belastet würden. Die Markise kann elektrisch
mittels eines in der Tuchwelle liegenden Rohrmotors oder manuell
über Getriebe und Kurbel bedient werden.
Fallmarkise / Senkrechtmarkise / Vertikalmarkise:
Die Fallmarkise ähnelt der Fallarmmarkise, nur mit dem
Unterschied, dass das Tuch, geführt von Führungsseilen
oder -stangen, senkrecht nach unten läuft. Das Gewicht
des Ausfallprofils, das am Ende des Tuches sitzt, reicht aus,
um das Tuch nach unten zu ziehen.
Markisolette:
Die Markisolette ist eine Kombination aus Senkrecht- und
Fallarmmarkise. Das Tuch fährt aus ihrer oberen Endlage
zuerst senkrecht nach unten und stellt sich dann, wie eine
Fallarmmarkise über die Arme aus. Diese Konstruktion
ist oft an öffentlichen Gebäuden, wie Schulen oder
Krankenhäusern vorzufinden.
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Gelenkarmmarkisen:
Bei der Gelenkarmmarkise wird das Markisentuch von zwei oder
mehr Armen von der Tuchwelle (einem Nutrohr aus Stahl) weggedrückt.
Dadurch ist ein waagerechter Ausfall des Markisentuchs möglich,
wobei jedoch üblicherweise eine leichte Neigung eingestellt
wird. Die Grundkonstruktion besteht meist aus Aluminium. Die
Arme werden mittels Stahl- oder Gasdruckfedern unter Spannung
gesetzt, drücken das Tuch beim Ausfahren nach außen
und halten es straff. Beim Einfahren muss der Federkraft entgegengewirkt
werden. Daher benötigt das Einfahren einen höheren
Kraftaufwand als das Ausfahren.
Markisen werden hauptsächlich als Sonnen- und Wärmeschutz,
sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich, verwendet.
Aufgrund ihrer Konstruktion sind sie nur bis zu einem bestimmten
Ausfall, d. h. wie weit sie ausfahren, anwendbar (bis ca.
400 cm). Es gibt Konstruktionen von Gelenkarmmarkisen, deren
Arme bis zu fünf Meter Ausfall haben. Die Breite einer
einzigen Markise geht in der Regel bis maximal 7-8 Meter.
Es können aber mehrere Markisen miteinander gekoppelt
werden. Die Neigung der Markise kann je nach Wunsch variiert
werden. Die Markise wird über Konsolen mit dem Mauerwerk
oder einer sonstigen Unterkonstruktion (Dachsparren, Balkonplatte,
etc.) verschraubt.
Nicht für den Regenschutz ausgelegte Gelenkarmmarkisen
müssen bei (stärkerem) Regen oder Wind eingefahren
werden, da sie sonst aufgrund der Hebelwirkung Schaden nehmen
könnten. Wobei der Schaden der Markise selber noch der
am geringsten eizuschätzende ist; vielmehr muss man bei
Beschattungsflächen von bis zu 30 m² vor allem Schäden
an der tragende Konstruktion (Mauerwerk) in Kauf nehmen. Werden
sie als Regenschutz verwendet, muss der Neigungswinkel der
Markise so eingestellt werden (mindestens 15°), dass sich
aus dem Regenwasser kein Wassersack bilden kann, der wegen
seines Gewichts und der Hebelwirkung die Markise und vor allem
das Mauerwerk beschädigen kann. Spezielle Regenmarkisen
sind so konstruiert, dass sie auch bei geringerer Neigung
(kleiner 15 Grad) für einen sicheren Wasserablauf sorgen.
Bei diesen Modellen ist auf die Herstellerangaben zu achten,
bei welcher Neigung eine Wassersackbildung ausgeschlossen
wird. Fast alle Markisen können sowohl an einer Wand,
als auch an einer Decke (z.B. Balkon) befestigt werden. Sie
müssen fest mit der Wand/der Decke verbunden werden,
da durch die Hebelwirkung große Kräfte wirken.
(Beispiel: Eine Markise mit einer Breite von 700 cm und einem
Ausfall von 400 cm erreicht bei einer Windstärke von
ca. 5 - 6 (nach Beaufort) eine Hebelkraft von ca. 5000 Nm.)
Die Hebelkraft wird über die Konsolen, die direkt in
der Nähe der Armbefestigungen angebracht sind, auf das
dahinter liegende Mauerwerk übertragen.
Man unterscheidet zwischen "offenen Gelenkarmmarkisen",
bei welchen die Tuchwelle offen sichtbar ist (teilweise auch
mit Dach als Witterungsschutz), und "geschlossene oder
auch Kassetten-Gelenkarmmarkisen", bei denen um die Tuchwelle
und die Gelenkarme ein Schutz (Kasten, Kassette) angebracht
ist, der die Anlage im eingefahrenen Zustand vor Witterungseinflüssen
schützt. Neben diesen beiden Hauptbauarten gibt es "Zwischenlösungen",
wie z. B. die sogenannten "Hülsenmarkisen"
oder "Tuchkassetten-Markisen", bei denen lediglich
die Tuchwelle durch eine Art Aluminium-Hülse geschützt
ist, während die Gelenkarme frei unter der Hülse
liegen.
Angetrieben wird die Markise entweder über ein Getriebe,
das mit einer Kurbelstange bewegt wird oder durch einen Rohrmotor,
der in die Welle eingeschoben wird.
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Quelle:
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